Prächtig gedeihende und üppig blühende Rhododendren sind der Traum jedes Gartenbesitzers. Vorausgesetzt, Sie erwerben die richtige Sorte und lassen diesen Pflanzen die richtige Pflege zukommen, sind diese attraktiven Schönheiten unkompliziert und langlebig. Es gibt Pflanzen, die sieht man und will sie sofort besitzen. Rhododendren gehören mit Sicherheit dazu!
Bezaubernd, fast verschwenderisch ist ihre Blütenfülle. Der Farbenrausch beginnt bei uns, bei manchen Sorten, bereits Ende Februar und reicht, günstiges Klima und Sorte vorausgesetzt, bis Ende Juni. Leider hat der Rhododendron, übrigens vollkommen zu Unrecht – den Ruf, schwierig zu sein.
In ausnahmslos jedem Gartenfachbuch kann man entnehmen: Rhododendron setzt man in Torf. Dieser Hinweis ist richtig, führt aber in den Sommermonaten bei anhaltender Trockenheit zu fatalen Folgen. Torf, übrigens ein Naturprodukt, das man in Zukunft im Interesse von Umweltschutz durch ähnliche Produkte substituieren sollte, hat die Eigenschaft, auszutrocknen. Jeder Hobbygärtner weiß aus Erfahrung, wenn Torf einmal austrocknet, kann man diese saure Erde kaum mehr aufwässern. Daher mein Hinweis: Verwenden Sie beim Setzen 2/3 kräftigen, nahrhaften, gesunden Humus und mischen Sie diese Erde mit Rhodododendronerde. Dieses Erdgemisch kann Wasser erfolgreich speichern.
Verwenden Sie bitte Inkarho-Sorten: Züchtern ist es mit viel Aufwand gelungen, Rhododendren auf Unterlagen zu veredeln, die wüchsig und zudem kalktolerant sind. Das Produkt kann sich wirklich sehen lassen. In meinem Rhododendron-Schaugarten haben diese Schönheiten die stolze Höhe von drei Metern erreicht und werden alle zwei Jahre kräftig mit der Heckenschere zurückgeschnitten. So blühen Rhododendron am schönsten:
Eine regelmäßige Düngung mit einem geeigneten organischen Dünger bis Ende Juli sorgt für einen reichen Knospenansatz. Bei anhaltender Trockenheit, vor allem aber vor den ersten Winterfrösten bitte die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgen. Die Samenstände am besten direkt nach der Blüte vorsichtig ausbrechen. Wenn die Pflanzen die stolze Höhe von 2 m erreicht haben, dann kann man auf diese Tätigkeit verzichten, die Pflanzen blühen im nächsten Jahr trotzdem schön. Rhododendron am besten während oder nach der Blüte schneiden. Scheuen Sie sich bitte nicht, kränkelnde, schlecht belaubte, blühfaule Triebe zurückzuschneiden. Vorausgesetzt, die Pflanze ist vital, wird sie – etwas Geduld vorausgesetzt – kräftig durchtreiben.
In Norddeutschland, England, Holland, aber auch in der benachbarten Schweiz gibt es Rhododendrengärten, die (mit einem bescheidenen Eintrittsgeld) besichtigt werden können. Bei uns im Gartenpark ist die Besichtigung kostenlos. Auch am Sonntag ist geöffnet.

