In der Geschichte der Menschheit waren und sind es immer Blumen, die symbolisch Dankbarkeit, Liebe, Anerkennung, Trauer, Auszeichnung, Statussymbol, Bitte um Verzeihen und Nachsicht untrügerisch und unverkennbar zum Ausdruck brachten und bringen. Allen Unkenrufen zum Trotz ist der Valentinstag ein Gedenktag, der die Gelegenheit gibt, uns liebenswert mit Blumen bei Menschen zu bedanken. Wenn wir heute zu Recht den Verlust von Werten beklagen, so betont das Ritual des Blumenschenkens die Gefühlsebene und macht uns bewusst, dass das menschliche Leben nicht nur auf Vernunft, Wissen und Können basiert, sondern wesentlich komplexer ist. „Blumenschenken“ ermöglicht Empathie, prägt vermutlich unser Bewusstsein und die Erkenntnis: „Es ist nicht alles im Leben so selbstverständlich.“
Uns Vorarlbergern wird nachgesagt, dass wir uns in unserer Sprache eigentlich sehr schwer tun, Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Wir sollten daher dankbar sein, dass es einen Valentinstag gibt.
Der Valentinstag symbolisiert auch das Wiedererwachen der Natur.
Blühende Narzissen, Tulpen, Veilchen, Ranunkeln, Schneeglöckchen, Hyazinthen kündigen den kommenden Frühling an. Zudem verbreiten diese Frühlingsboten einen verführerischen, zarten Duft. Eine Frühlingsstimmung, die mit Sicherheit das Herz der zu Beschenkenden erreicht.
Mit passenden Accessoires, wie Töpfen, Vasen, Körbe, Taschen, wandeln sich die Blumen in „Blumengesichter“. Es ist Geschmackssache, ob Sie die Zusammenstellung behutsam Ton in Ton oder bunt rustikal wählen.
Achten Sie beim Einkauf auf kräftiges, gesundes Grün, kompakten Wuchs, Frische, reichen Knospenansatz bei Zimmerpflanzen, damit aus Blumenlust nicht Blumenfrust wird. Lassen Sie sich die empfindlichen Blüten beim Einkauf gut einpacken, damit sich die Blütenstars auf dem „Nachhauseweg“ nicht verkühlen.
Wir Vorarlberger Gärtner sind uns der Verantwortung für unsere Kunden und der damit verbundenen Anforderung an Qualität sehr wohl bewusst und bemühen uns redlich für eine umweltfreundliche Produktion von frischen Blumen und Pflanzen, um der gesteigerten Nachfrage am Valentinstag gerecht zu werden.
Reinigen Sie vorher die Vase mit heißem Wasser.
Bevor Sie die Schnittblumen in der Vase einordnen, entfernen Sie jene Blätter, die ins Wasser hi-neinragen (Fäulnisgefahr).
Schneiden Sie die Stielenden mit einem scharfen Messer an. Verwenden Sie niemals eine schlecht geschliffene Schere, die lebensnotwendige Leitungen, die das Wasser aufnehmen, zerquetscht.
Verwenden Sie Frischhaltebeutel in der richtigen Dosierung. Das Wasser in der Vase muss nicht ausgetauscht werden, da diese Mittel schädliche Bakterien reduzieren.
Setzen Sie die Schnittblumen nicht dem Durchzug aus und achten Sie darauf, dass die Blumen in der Nacht etwas kühler stehen.
Schnittblumen wollen keine direkte Sonnenbestrahlung, allerdings einen hellen Standort.
Berühren Sie die Schnittblumen nicht zu oft und verhindern Sie ein ständiges neues Arrangieren.
Schalen mit frischem Obst haben neben einem Blumenstrauß nichts zu suchen. Reifegase können das Abblühen von Blumen beschleunigen.
Kaufen Sie Qualität. Ein guter Strauß sollte mindestens eine Woche halten und nicht nur ein Wochenende.
Geschichte und Tradition prägen den Valentinstag als einen Tag für Verliebte und diejenigen, die auf einen Geliebten hoffen.
Ich meine, auch Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen freuen sich über eine botanische Aufmerksamkeit. Die Farben und Düfte lassen uns einen Augenblick lang die Kälte und Dunkelheit des Winters, aber auch unsere materialistische Gesellschaft vergessen. Ein herzerfrischendes Lächeln erleichtert unsere Seele.
Zugegeben, Blumen sind eine kleine Geste, allerdings mit einer großen Bedeutung. Für mich symbolisieren Pflanzen die Liebe zur Natur und den Menschen: „Ich bin dankbar, dass es dich gibt.“

